Gefühlt ist das neue Jahr schon wieder uralt. Also, zumindest wenn ich in meine ToDos und Wochenpläne sehe, dann bin ich wieder normal in der Spur wie im November. Was dann aber auch wieder zur Tageslänge passt… Könnte es sein, dass unsere Empfindungen spiegelbildlich zum Jahresverlauf sind? Ich muss das mal beobachten!


Wenn wir im Winter ein wenig mehr Ruhe einplanen. Oder planen sollten, denn die dunklere Zeit könnte ja eine Gelegenheit für mehr gemütliche Cozy-Time zu Hause sein.

Und dennoch bin ich immer noch der Meinung, dass es ein Wechselspiel aus Achtsamkeit und Anforderung gibt. Die Überlastung und das mangelnde Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse ist bekannt. Da können wir alle ein Lied singen. Doch immer nur Ruhe und Rückzug bringt ganz neue Probleme mit sich

Kann Erholung schädlich sein? Teil 1
Selbstfürsorge und Erholung sind gut. Entsprechend oft hört man überall davon. Was man nicht hört, sind die möglichen Probleme durch Erholung.

Erinnert Ihr Euch noch an meine letzten Artikel zu den neurologischen Hintergründen unserer Erfahrungen? Unsere Erfahrungen prägen nicht nur unsere Persönlichkeit während der Kindheit. Sie bilden auch physische Strukturen im Gehirn. Es benötigt viele neue Eindrücke, um die alten Nervenbahnen wieder zu ändern. Aber es geht, und hier sind einige Anstöße, warum das gelingen kann.

Das Nervensystem heilt durch positive Erfahrungen
Schlechte Erfahrungen bilden über die Jahre physische Veränderungen im Gehirn. Doch unser Gehirn ist ständig im Wandel. Viel länger als man es früher für möglich gehalten hätte. Das ist eine völlig neue Sichtweise für den Umgang mit persönlichen Neurodivergenzen.

Wenn es nicht zu viel Ruhe geben soll, dann kommt sofort das nächste Problem. Gerade die vielen Pflichten können krank machen. Die Erwartungen der Umwelt schränken unsere Selbstfürsorge ein. Und geanu deswegen ist es ein wichtiges Thema, wann und wie viel Disziplin noch gut sein kann. Ganz genau auf dem eigenen Level und im eigenen Tempo.

Es gibt auch guten Druck
Klar, das ist frech gesagt. Doch ich glaube, dass jeder Mensch seine Stärken hat. Und sich sogar Potentiale weiter entwickeln kann. Dazu ist nur eine wichtige Sache notwendig, damit aus gesunder Motivation keine Überforderung wird.

Und zuguterletzt nochmal ein Thema, bei dem wir großzügiger mit uns selbst sein dürfen. Bei allem gesundem Ehrgeiz wird weiterhin vieles nicht klappen, wie es gedacht war. Dann kann es bereits gut tun, wenn man ehrlich die Lage nochmal beobachtet. Oft sind die Anforderungen nicht so groß wie es schien. Und dann sind kleine Schritte denkbar, aus denen ebenfalls Fortschritt wird.

Aufschieben akzeptieren
Die Aufschieberitis ist bekannt. Passiert mir ebenfalls ständig. Doch mit ein wenig Beobachtung kann ich das Gleichgewicht aus Arbeiten und gesundem Spass verbessern.

Alles Gute für den Februar,
Nils